In Putignano feiert man den Karneval am längsten. Schon am 26. Dezember (am Stephanstag) beginnt er und er endet erst am Faschingsdienstag, also am 12. Februar mit dem großen Festumzug am Abend. Dabei wird symbolisch der Karneval zu Grabe getragen. Der Ursprung des Karnevals von Putignano geht auf das Jahr 1394 zurück, in dem die Malteser Ritter, die damaligen Herrscher, die Reliquien des Heiligen Stephanus von der Abtei in Monopoli nach Putignano im Landesinneren brachten, um es vor den Sarazenen zu schützen. Es handelt sich also um eine der ältesten Karnevalstraditionen Europas. Putignano war auserwählt worden, fortan die letzte Ruhestätte des Heiligen zu sein. Die Ankunft der Reliquien wurde von der Landbevölkerung, die ihre Arbeit auf den Feldern unterbrachen, groß gefeiert. Es fand eine große Prozession statt und nach dem Ende der religiösen Feierlichkeiten, begannen die Bevölkerung ihrer Freude mit weltlichen Festlichkeiten, mit Tanz und Gesang Ausdruck zu verleihen. Auch die sogenannten „Propaggini“, Rezitationen im örtlichen Dialekt und Improvisationen aus dem Stehgreif blicken auf eine lange Tradition zurück und sie sind in Putignano noch heute ein fester Bestandteil der lokalen Karnevalsfeierlichkeiten: Einige Stunden lang wechseln sich unzählige Dichter auf der Bühne am Hauptplatz ab und tragen ihre Dialektpoesie und satirischen Verse vor.
Wie überall, so sind auch beim Karneval von Putignano die Masken die wahren Protagonisten und der Umzug der Faschingswägen mit ihren Papiermachekunstwerken, die durch die Straßen ziehen, sind der Mittelpunkt des Karnevals, sozusagen.

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